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François
Morellet: Light Blue
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Seit
1953 beschäftigt sich François Morellet mit der Gestaltung
des Bildfeldes als einer tendenziell unendlichen, über
die Begrenzung des Bildes hinausreichenden Struktur.
Jedoch wird die künstlerische Phantasie im traditionellen Sinne
ausgeschlossen, indem Morellet zuvor Spielregeln und Systeme
festlegt, die hinsichtlich der realisierten Werke zu unterschiedlichen
zufallsgebundenen Ergebnissen führen können.
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| Kinetik
und Raum |
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In
den 60er Jahren differenziert Morellet die Möglichkeiten zufallsgebundener
Systeme weiter, bezieht kinetische Momente
und ab 1963 Neon als Material mit ein. In den 70er Jahren setzt
er sich mit dem Verhältnis von Bildfigur,
Bildträger und den ihn umgebenden Raum auseinander, indem
er diese auseinander dividiert und in eine instabile Lage versetzt.
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"architektonische
Desintegrationen"
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Erste
Aufträge für Arbeiten im öffentlichen Raum
erlauben ihm, diese Untersuchungen - er bezeichnet sie als "architektonische
Desintegrationen" - auch für größere Zusammenhänge an und in öffentlichen
Gebäuden fruchtbar zu machen. Häufig sind es eigenwillige
Geometrien, die in die bauliche Textur eindringen und den
sichtbar dominierenden Charakter anarchisch-spielerisch
unterwandern. |
| die
Bedeutung der Methode |
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Für
das gesamte Werk Morellets gilt, dass ihn die
Methode mehr interessiert, als das bildnerische Endresultat
- wobei er größte Sorgfalt darauf verwendet, dass letzteres
vom Betrachter sowohl als ästhetisch befriedigend wie als visuell
attraktiv wahrgenommen wird.
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Morellet |