Sammlung Daimler
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Frank Stella
Prince Frederick Arthur of Homburg, General of Cav; 1999
Spandasteel, Aluminium, paint on fiberglass, carbon fiber
322 x 396 x 342 cm

 

Losgelöst von konkreten inhaltlichen und motivischen Bezügen untersuchte Frank Stella in seinen Bildern das Verhältnis und die Wirkungsmöglichkeit von Bildfläche, Farbe und Form. In der weiteren Entwicklung seines Werkes hat Stella diese Überlegungen in den dreidimensionalen Raum ausgeweitet. Plastische Formen sprengen das flächige Bild, ragen aus ihm heraus, erzeugen eine auch körperliche Dynamik und verwischen die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur. Auch der skulptural weit ausgreifende Werkkomplex ›nach‹ Heinrich von Kleists Prinz Friedrich Arthur von Homburg muss so verstanden werden.

Die turbulenten, dramatischen, aktiv sich von jeder Bildfläche lösenden Einzelteile in Form von bemalten, eigentlich gemalten Aluminiumflächen werden von einer Konstruktion aus Trägern und Stahlseilen in der Schwebe gehalten, sodass die Skulptur aus unterschiedlichen Blickwinkeln jeweils einen anderen Charakter entwickelt. Die Elemente des Bildes und ihre Gesamtheit erobern sich ihren autonomen Raum, ohne Abbild von etwas zu werden oder in körperliche, plastische Masse überzugehen. Man kann zu der überraschenden, aber doch nachvollziehbaren Schlussfolgerung kommen: Stellas Prinz Friedrich Arthur von Homburg ist keine Skulptur, sondern ein Bild im Raum.