|
Jean
Tinguely beginnt 1952 in Paris, seine ersten beweglichen Skulpturen
herzustellen. Der mit Yves Klein befreundete Künstler erregt
1960 in New York internationale Aufmerksamkeit, als er eine
acht Meter hohe Skulptur aus verschiedensten
Objekten wie Rädern, Badewannen und Glocken etc. zu ihrer eigenen
Begleitmusik sich selbst zerstören
lässt.
Tinguely
möchte die Menschen in seine Kunst verstricken, sie bezaubern,
sie aber zugleich geistig befreien und zu bewusstem politischem
Handeln kreativ animieren.
|
| |
Nach
seinem spektakulären New Yorker Auftritt begründet Tinguely
in Paris mit Niki de Saint Phalle eine
Lebens- und Arbeitsgemeinschaft und beginnt eine rauschhafte,
kein Experiment, keine Dimensionen und Provokationen scheuende
Arbeitsphase. Auf Schrottplätzen, Abfallhaufen, in verlassenen
Fabriken und auf Trödelmärkten findet er das Material für seine
klingenden, zeichnenden und beweglichen, benutz-, begeh- und
fahrbaren, mit Bällen oder Tellern um sich werfenden oder sich
selbst zerstörenden Skulptur-Maschinen.
Gemeinsam
mit Künstlerkollegen wie Daniel Spoerri, Jesús Rafael Soto oder
François Morellet entstehen
in den 70er und 80er Jahren ausgreifende Projekte
im öffentlichen Raum wie die Riesenplastik "La Tête"
im Wald Milly-La-Forêt bei Paris.
|